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Uferrenaturierung

Uferrenaturierung im Strandbad Eriskirch: Bade- und Naturerlebnis in neuer Qualität

Wer bislang das Strandbad Eriskirch besuchte, freute sich über die Schatten spendenden Bäume und die großen Rasenflächen, konnte aber nur über einen Steg ins Wasser gelangen, denn das gesamte Ufer war mit großen Steinblöcken verbaut. Spielgelegenheiten für Kinder gab es kaum und sicherlich war manchem Besucher nicht bewusst, dass er von einem Naturschutzgebiet umgeben war.

 

Denn so wenig naturbelassen das Ufer und das Gelände des Schwimmbades sind, so bedeutend sind die angrenzenden Uferabschnitte: sowohl das Natur- und Vogelschutzgebiet "Eriskircher Ried" als auch das FFH-Gebiet "Bodenseeuferlandschaft östlich von Friedrichshafen" bieten in direkter Nachbarschaft seltenen Tieren und Pflanzen Heimat.

 

Um auch den dazwischenliegenden Uferbereich des Strandbades ökologisch aufzuwerten, beschlossen das Regierungspräsidium Tübingen und die Gemeinde Eriskirch, die in die Jahre gekommenenen Außenanlagen des Schwimmbades im Sinne des Naturschutzes grundlegend zu modernisieren. Einerseits dürfen sich die Gäste nach Abschluss der Arbeiten auf ein attraktiveres Badeerlebnis freuen, vor allem aber wird das Ufer in diesem Bereich naturnaher gestaltet. Von der internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) wurde 2009 ein Renaturierungsleitfaden veröffentlicht, der seitdem als Planungsgrundlage für Resataurierungen am Bodenseeufer dient. Die Kernaussage ist, dass durch Vorschüttungen in den See sehr viel ökologisch wertvolle Flachwasserzone zerstört wird,was dem eigentlichen Renaturierungsziel widerspricht. Deshalb werden Renaturierungen heutzutage unter Schutz der Flachwasserzone auf der Landseite realisiert; die Bauarbeiten zur Abflachung finden hinter den ehemaligen Ufermauern statt.

 

Im Zuge der Baumaßnahme wird zunächst die Uferverbauung entfernt und durch flachere Böschungen mit Kies und Wacken, also kleineren Steinen, ersetzt. Die Badegäste können dadurch auf der gesamten Uferbreite ins kühle Nass gelangen. Eine behindertengerechte Rampe ersetzt den bisherigen maroden Steg. Um den schönen Baumbestand im westlichen Teil der Liegewiese bei Abflachung des Ufers erhalten zu können, werden im Bereich der Bäume Sitzustufen aus Naturstein eingebaut. Sie schützen die Wurzeln der Bäume und sichern die Standfestigkeit der großen Schattenspender. Holzauflagen machen die Stufen zu einer willkommenen Sitz- und Aussichtsgelegenheit im Bad.

 

Ein tolles Erlebnis für die jüngsten Gäste wird der Wasserspielplatz bieten - hier können sie nach Lust und Laune im Wasser der Quellfontänen und des kleinen Baches toben und matschen. Größere Entdecker erreichen über eine Wackelbrücke eine künstliche Insel, auf der ein "gestrandetes Schiff" und ein kleines Piratendorf aus Weidentipis und Hängematten zum Klettern einladen.

 

Die bestehende Grillstelle bleibt erhalten und wird durch neue Sitzelemente attraktiver gestaltet. Abgerundet wird die ökologische Aufwertung des Geländes durch eine Beobachtungsplattform an der Grenze zwischen dem Grillplatz und dem Naturschutzgebiet. Ohne die Vögel zu stören, können Besucher diese von einer Holzplattform in ihrer natürlichen Umgebung beobachten.

 

Am 16. Januar 2017 haben die Bauarbeiten begonnen. Sie sollen Ende April abgeschlossen sein, so dass Mitte Mai wie gewohnt die Badesaison im Strandbad beginnen kann.

Lageplan
Querprofile
Querprofile
Querprofile
Wasserspielplatz

8. März 2017

Bau der barrierefreien Rampe, mit Wasserhaltung für die anstehenden Betonierarbeiten
Befestigung des Untergrundes am Hauptseezugang
abzubrechende Baustraße für die Lieferung von Naturkies sowie Geländearbeiten für den barrierefreien Seezugang

3. März 2017

Bilder von der Übergabe des Förderbescheids für den Wasserspielplatz durch Minister Guido Wolf

Übergabe Förderbescheid
Eintrag ins Gästebuch der Gemeide Eriskirch
Baustelle
Baustelle
Baustelle
Baustelle
Baustelle

8. Februar 2017

by cm city media GmbH